Die erneuten Ausgabensteigerungen der Pflegeversicherung erhöhen die Aufmerksamkeit für weitere Reformvorschläge: Der Sachverständigenrat hat in seinem Frühjahrsgutachten eine Situationsanalyse vorgelegt. Die Mehrheit der sog. Wirtschaftsweisen schlägt Leistungskürzungen und eine sozialpolitische Kehrtwende in Richtung Individualisierung und damit Privatisierung der Pflegekosten vor.
Allerdings enthält das Gutachten auch eine kritische Position zu diesen Vorschlägen und nennt etliche politische Stellschrauben, mit der neue soziale Härten vermieden und die kommunalen Finanzen geschont werden können. Fazit auch für diesen Zweig der Sozialversicherung: Soziale Absicherung lässt sich solidarisch organisieren und finanzieren - es muss politisch nur auch gewollt sein.
Neu eingestellt auf Sozialpolitik aktuell:
Frühjahrsgutachten 2026 des Sachverständigenrats Wirtschaft
Branchenvielfalt erhöht die strukturelle Widerstandsfähigkeit (IAB)
Perspektiven eines bedingungslosen Grundeinkommens (DIFIS)
Nachhaltigkeit der Wirtschaftspolitik (IMK)
Sozialstaat: Vom Anspruch zur Inanspruchnahme (DIFIS)
Die Bekanntheit zentraler bedarfsorientierter Leistungen (Bruckmeier et al.)
Kopplung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung? (Brumm et al.)
Pflegeheime: Entwicklung stationärer Eigenantiel und Hilfe zur Pflege 2026-2035 (DAK)
Wenige Personen ohne Berufsabschluss kennen Weiterbildungsprämie und -geld (IAB)
Anstieg Fehlzeiten und elektronische Krankschreibung (DIW)
Eine gute Rente ist machbar (Wirtschaftsdienst)
Elterngeld und ElterngeldPlus (BuReg)
Kontroversen


